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Heute ist der Tag
der Abreise - um diesen genauso ruhig angehen können, stehen wir zeitig
auf, duschen und packen die letzten Utensilien in den Koffer. Das
Taschenmesser darf nicht in der Fototasche bleiben, dafür möchte ich die
Filme bei mir haben. Ob die Strahlen wirklich für die Filme wirklich
schädlich sind? Darüber gibt es unterschiedliche Ansichten.
Wir gehen zum Frühstück. Die fleissigen
"Geister" sind am wuseln und richten das Buffet. Petra und ich
sitzen ein letztes Mal (zumindest für dieses Jahr, so sind wir uns einig)
auf der Terrasse und geniessen ein ausgiebiges Frühstück.
Um 11:00 Uhr soll der Rückflug starten,
eine Stunde vorher einchecken und eine Stunde Fahrt. Schon einige Minuten
vor 9:00 Uhr stehen wir reisefertig an der Rezeption. Der Chef des Hauses
sitz noch am Frühstück und mach keine Anstalten, dies zu beenden. Das
Auto (der schöne neue Van!) wird vorgefahren und Hüseyin hilft, das
Gepäck einzuladen. Wir verabschieden uns ebenfalls sehr herzlich. Fatma,
die mit anderen Gästen beschäftigt ist, winken wir freundlich zu, da wir
das Gespräch nicht unterbrechen möchten. Spater, als wir schon im Auto
sitzen (und auf den noch immer frühstückenden Müdür warten) kommt
Fatma noch extra zu uns auf die Strasse sagt "Güle güle" und
meint, wenn wir im Mai kommen würden wir uns im nächsten Jahr
wiedersehen - im Herbst sei sie leider nicht mehr da.
Der Chef kommt - ich hab schon mindestens
zwanzig Mal auf die Uhr gespäht. Mit ihm sein Kapitän, den er bei
Erdemli, an kurz vor der Autobahn-Auffahrt aussteigen lässt.
Endlich erreichen wir Adana - und stehen im
Stau! Als wir dann doch noch irgendwann am Flughafen ankommen, haben wir
nur noch ca. 40 Minuten zum Abflug! Die Schlange vorm Schalter hält uns
weitere 15 Minuten auf und so werden wir am Ausgang von einem aufgeregten
Angestellten gefragt: "Stuttgart?" - Wir nicken eifrig: "Evet!"
Es gebärdet, wir sollen uns beeilen! Schweißgebadet laufen wir zum
Flugzeug. Dort stellen wir erfreut fest, dass es eine Maschine von
HapagLloyd ist - mit gigantisch viel Kniefreiheit! Und eine Sitzreihe für
uns alleine!
Die Eile hätten wir uns sparen können. Es
herrscht etwas Konfusion. Einige Gäste werden wegen der
Gewichtsverteilung umgesetzt, dann kommt der Aufruf, wir sollten vorne
beginnend durchzählen. Mir fallen Nachrichten-Meldungen ein, die in etwa
so lauten "Wieviele Passagiere an Bord waren, steht zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht fest!"
In der Reihe neben uns hat eine türkische Familie
(Vater, Mutter und Tochter) Platz genommen. Der Mann rutscht unruhig auf
seinem Sitz hin und her und klammert sich an der Armlehne fest. In recht
gutem Deutsch fragt er mich, ob das Fliegen sehr holperig wäre. Meine
Beruhigung glaubt er mir nicht, bis ich ihm sage, dass er doch während
des Fluges zu Trinken bekäme - wie soll dies auf dem Tischchen stehen,
wenn das Flugzeug zu sehr schaukelt? Das leuchtet ein. Während des Fluges
erzählt er, daß er beruflich Häuser baut und mit Wohnungen makelt. Sie
würden Freunde in Deutschland besuchen. Früher seien sie schon öfters
in Deutschland gewesen - mit dem Auto! Seine Frau und die Tochter hätten
ihn nun aber überredet, zu fliegen.
Fast den ganzen Rückflug haben wir eine
gute Sicht auf die Erde. Was m ich besonders fasziniert: Ich erkenne
Schorndorf und die "Nester", die bis zum Flughafen in
Stuttgart-Echterdingen kommen!
Der Rest ist wieder eher Routine, mit der
ich die Leserinnen und Leser, die bis hierhin durchgehalten haben (sehr
beachtlich!) nicht langweilen möchte.
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