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und die damit beginnende Begeisterung für dieses Land begann durch einen
Zufall:
Am
2. Januar des Jahres 1990 war ich mal wieder auf der Stuttgarter Königstrasse
unterwegs. Aus irgendwelchem Frust (warum, das habe ich inzwischen vergessen)
ging ich kurzentschlossen ins nächstbeste Reisebüro und fragte nach einem
Katalog von Rotel-Tours.
Nicht
dass ich wusste, was auf mich zukommen würde oder bereits Erfahrungen mit
dieser Art der Reise hatte – ich hatte Jahre vorher schon mal auf der CMT den
Stand vorn Rotel gesehen. Die mitgenommenen Unterlagen haben mir irgendwie
gefallen.
Mit
dem Katalog verließ ich dann das Reisebüro Hetzel, das leider von der Konkurrenz
in Zusammenarbeit mit einer Bank in den Ruin getrieben wurde.
Zuhause
angekommen vertiefte ich mich in den Katalog. Eine Reise die die Kriterien
„möglichst bald“, "möglichst weit weg", „möglichst lange“ und „möglichst
preisgünstig“ sollte es werden. Und genau dies bot die Reise mit der nüchternen
Nummer 57! Eine vierwöchige Fahrt mit dem Rollenden Hotel durch die ganze
Türkei – bis an den Ararat. Wiederum einen Tag später meldete ich mich zu
dieser Reise an! Später würde ich erfahren, dass es das pure Glück war, noch
einen freien Platz zu ergattern! Im Normalfalle waren diese Reisen schon lange
vorher ausgebucht. Dass
meine erste Rotel-Reise gleich vier Wochen dauern sollte, ist, so hab ich
inzwischen mehrfach gehört. Normalerweise buchen die Leute erst mal eine
kürzere Fahrt aus – zum Beispiel eine Woche Italien. An den Abenden, wenn die
Rotelianer zusammen sitzen und den Tag noch mal besprechen oder (was auch
vorkommen kann) sich über andere Themen unterhalten, erfährt man viel über
diese besondere Art des Urlaubs – oder würden Sie freiwillig jeden Morgen um
5:00 (oder noch früher) aufstehen, nachdem Sie die Nacht in einem Schließfach-ähnlichen
Raum verbracht haben???
Bis
dahin war die Türkei nicht in meinem Reise-Wortschatz gespeichert. Ich kaufte
mir das erste Türkei-Buch – den APA-Guide. Eigentlich erstaunlich, was die
Türkei zu bieten hat! Und Troia ist auch dort!? Von Ephesus hatte ich zwar noch
nie gehört, aber die Fotos und der Begleittext ließen mich ahnen, dass diese
Stätte ein Highlight darstellen würde.
Das
diese erste Reise in dieses Land kein Flop wurde, ahnen Sie sicher schon. Warum
sonst sollte ich dies hier schreiben. Außerdem verraten die weiteren Links auf
der vorhergehenden Seite, dass weitere Urlaube dorthin führten – und noch immer
führen.
Die
Urlaubsvorbereitungen verliefen eher unspektakulär. Einen Koffer für vier
Wochen und eine Reisetasche, in die die Klamotten für jeweils zwei/drei Tage
gepackt würden, wurde empfohlen. Beides musste ich kaufen, da meine bisherigen
Urlaube (und die waren schon Jahre her) per Inter-Rail erfolgten, ich also
„nur2 einen großen Rucksack hatte.
Da
ich viel fotografiere und irgendwie hoffte, viele schöne Motive zu entdecken,
galten einige Gedanken der Foto-Ausrüstung:
Ein
Weitwinkel-Objektiv für den Foto-Apparat, eine „1000-Taschen-Weste“ (im
wahrsten Sinne) in letzter Minute bei SüdWest bestellt und genügend Filme (pro
Tag einer + 10% Reserve – also 33) wurde/n beschafft.
Zu
erwähnen ist vielleicht noch folgendes:
Bei
der Arbeit hatte ich recht guten (aber nicht zu engen) Kontakt zu allen
möglichen Leuten. Irgendwann während einer Kaffeepause, beklagte eine Kollegin,
sie wolle mal Urlaub machen und wisse aber nicht wohin. Ich habe ihr von meinen
Plänen erzählt und gesagt, sie könne sich ja mal erkundigen, ob es im Bus in
die Türkei noch Platz hätte. Tatsächlich hatte auch sie Glück – es war das Pech
eines/r anderen Angemeldeten der/die erkrankte und absagen musste (auch dies
erfuhr ich später). Eine große Rolle in meinem Urlaubsbericht wird diese
Kollegin nicht spielen, da sie ja nur eine Mitreisende, wie viele andere auch,
war.
Da
ich inzwischen nicht mehr dort arbeite daher keinen Kontakt mehr zu ihr habe,
kann ich nicht fragen, ob sie einverstanden ist, ihren Namen hier zu lesen,
deshalb werde ich sie auf den folgenden Seiten "Anna-Maria"
nennen.
Die
Abfahrt sollte am Morgen des 21. April 1990 in München sein. Nachts von
Stuttgart nach München ist kein Problem – ein Nachtzug zur günstigen Zeit.
Nicht ganz so einfach dagegen war die Verbindung NACH Stuttgart. Vom Lande in
die Großstadt in der Nacht! Mit der letzten S-Bahn fahren und mit „vollem
Gepäck“ Stunden am Bahnhof ´rumsitzen - hatte ich mir den Beginn des Urlaubs
nicht vorgestellt.
Meine
Tante war so nett und hat angeboten, uns nachts nach Stuttgart zu fahren.
So,
nun beginnt der eigentliche Reisebericht und ich werde ab hier auf „Gegenwart“
umstellen!
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