Kleiner Streifzug durch die Geschichte der Türkei

(Unendlich viele Mythen, Legenden und Geschichten begleiten seit Jahrtausenden die Geschichte der heutigen Türkei)

Vor ca. 10 000 Jahren: die ersten Menschen lebten hier. Die ältesten Funde datieren bis zum 7. Jahrtausend v. Chr. (Grotten von Beldibi und Karain bei Antalya).

Zw. 6500 und 5500 v. Chr.: entstand der erste Siedlungspunkt in "Çatal Höyük'" südlich von Konya

Ca. 5000 v. Chr.: die ersten Werkzeuge wurden aus Eisen hergestellt. Figürliche Kunstwerke und Keramiken stammen aus der Steinkupferzeit.

Ca. 3000 v. Chr.: Troja wird zum erstenmal gebaut.

Ca. 1800 v. Chr.: Reich der Indogermanischen Hethiter mit der Hauptstadt Hattusas, heute BogazkaIe.

Ca. 1240 v. Chr.: Troja wird von mykenischen Griechen zerstört, ca. 1200 v. Chr. Besiedlung der kleinasiatischen Westküste durch griechische Stämme. Vernichtung des Hethiterreiches durch Völker aus Südeuropa.

1000 bis 800 v. Chr.:  griechische Stämme gründen Kolonien an der West- und Südküste Anatoliens. Gründung des Königreiches von Urartu im Gebiet um den Van-See.

Um 750 v. Chr.: Phrygisches Reich in Zentralanatolien mit der Hauptstadt Gordion. Nach der Niederlage gegen die Kimmerier beging ihr letzter König Midas Selbstmord (Midas, sagenhafter König Phrygiens; was er berührte, wurde Gold).

Um 680 v. Chr.: Lyderreich als Großmacht im Westen mit der östlich von İzmir gelegenen Hauptstadt Sardes, gleichzeitig Lykier im Südwesten mit der Hauptstadt Xanthos.

546 v. Chr.: Eroberung des Lyderreiches durch König Cyrus II und Verbindung an das persiche Königreich.

500 v. Chr.: die ionischen Städte erreichen ihre höchste Blüte.

333 v. Chr.: Alexander der Große erobert den größten Teil Kleinasiens und schlägt das persische Heer.

282 v. Chr.: Gründung des pergamanischen Reiches durch Philetairos in Pergamon.

189 v. Chr.: römische Vorherrschaft mit dem Sieg der Römer über Antiochos III bei Magnesia, dem heutigen Manisa.

133 v. Chr.: Beginn der Eroberungen in Kleinasien durch die Römer.

330 n. Chr.: Konstantinopolis wird auf Wunsch von Konstantin I. zum Neuen Rom (Nova Roma) ernannt.

Ab dem 7. Jahrhundert  Araber bedrängen das Byzantinische Reich.

8. / 9. Jahrhundert: Araber beherrschen weite Teile Kleinasiens. Byzanz erobert diese ab Mitte des 9. Jahrhunderts zurück, außerdem Syrien und Palästina.

1071: Sieg der Seldschuken bei Malzgirt am Van-See. Gründung des seldschukischen Reiches mit der Hauptstadt Konya.

11./12. Jahrhundert: wechselvolle Besitzverhältnisse zur Zeit der Kreuzzüge.

1258 n. Chr.: Einfall der Mongolen, Zerfall des Seldschukenreiches.

 1281 n. Chr.: Osman I. weitet sein Gebiet in Anatolien aus und gründet das Osmanische Reich.

14. Jahrhundert: Die Osmanen erobern Serbien und Griechenland. Einkreisung Konstantinopels. Verlegung der Hauptstadt nach Bursa, dann nach Adrianopel, dem heutigen Edirne.

1453: Eroberung Konstantinopels durch Mehmet II. Als ‚Istanbul' wird Konstantinopel Hauptstadt des Osmanischen Imperiums. Ende des Byzantinischen Reiches.

1512-1520: Durch Siege über Araber und Mamelucken dehnt Reich bis nach Ägypten aus. Der osmanische Sultan Selim wird als Kalif gleichzeitig geistliches Oberhaupt aller Moslems.

1520-1566: Unter Süleyman II., genannt ‚der Prächtige', steht das Osmanische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Zahlreiche von ihm erbaute Moscheen, Bäder, und Schulen künden noch heute vom Glanz seiner Regierungszeit.

1683: Zweiter Angriff auf Wien

1717-1914: Kriege gegen Österreich, Russland, griechischer Freiheitskrieg; Vorrücken der Russen, Ägypten ein englisches Protektorat, die nordafrikanischen gehen an Frankreich und Italien; Verlust des Balkans bis auf Thrakien. Verlust Zyperns"an England.

1914-18: Im 1. Weltkrieg auf Seiten der Mittelmächte.

1918: Von den Alliierten besetzt und in Besatzungszonen aufgeteilt.

1919: Griechische Invasion. Kampf um die nationale Unabhängigkeit unter Mustafa Kemal Pascha "Atatürk".

1922: Zusammenbruch der griechischen Armee.

1922: wird das Sultanat abgeschafft.

1923: Die "Türkische Republik" mit Ankara als Hauptstadt wird proklamiert. Präsident ist Mustafa Kemal Pascha.

1924: Abschaffung des Kalifats.

1925: Beginn der umfassenden Reformen nach westlichem Vorbild: lateinische Schrift;  1926: Verbot des Fes, Sonntag als Ruhetag, Familiennamen; 1928: Frauenstimm recht, Einehe, Gregorianischer Kalender; 1934: Familiennamen werden obligatorisch.
Mustafa Kemal Pascha erhält den Namen "Atatürk" (Vater der Türken).

1938: Atatürk stirbt am 10. November. Sein Nachfolger wird Ismet Inönü.

1939-1945: bleibt die Türkei im 2. Weltkrieg neutral.

1946: Einführung des Mehrparteiensystems.

1952: Nato-Beitritt.

1982: Neue Verfassung.

Quelle: turkin.net - turkish communication website

 
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